Übernahme Teleconsult Stein/ Teleconsult Rolf Catterfeld
admin, Tuesday 04 October 2022 - 03:46:12


Übernahme des Archivmaterials von Teleconsult Catterfeld (vormals Teleconsult Stein)
 
 
 
Eine der größten Sammlungen historischer Dokumente im Fernmeldebereich ist nach erfolgreichem Umzug in die Hände der dritten Generation gegangen. 
 
Nachdem Herr Stein das Archiv in Düsseldorf jahrelang auf- und zu einer beeindruckenden Menge von ca. 14.000 Unterlagen ausgebaut hat um Kopien dieser Anleitungen verkaufen zu können wurde es nach Donaueschingen übergesiedelt, wo Rolf Catterfeld das Geschäft in seiner Eigenschaft als Inhaber von Teleconsult RC fortführte und die Sammlung erweiterte.
Als viele Jahre später dieser beschloß, sich zur Ruhe zu setzen und den wohlverdienten Ruhestand zu genießen, brauchte das Archiv wieder eine neue Heimat, zumal die Räumlichkeiten Mietkosten verursachten und durch die Geschäftsaufgabe relativ kurzfristig wegfielen. 
Für andere Unterlagen (sie verkauften beispielsweise auch Kopien von Geräten der Unterhaltungselektronik) waren bereits Abnehmer gefunden worden. 
Da die Räume wegen des Verkaufs der Immobilie schneller frei werden mußten als geplant, drängte die Zeit etwas. 
Durch glückliche Umstände wurde mir das bekannt, sodass ich mich mit Herrn Catterfeld in Verbindung setzte.
Für mich ergab sich also die Möglichkeit, den Teil des Archivs, der sich mit Fernmeldetechnischen Dokumenten befaßt, zu übernehmen.
  
Archiv bei Rolf Catterfeld     
 
Allein war die Aufgabe das Archiv aus Donaueschingen umzuziehen nicht zu bewältigen, also fragte ich bei der Sammler- und Interessengemeinschaft für das historische Fernmeldewesen (SIG), bei der ich Mitglied bin an, ob sie Hilfestellung geben könne. Sie starteten sofort eine Anfrage an ihre Mitglieder. Zwei Mitglieder sagten mir auch spontan Hilfe zu, ebenso die SIG. 
–Vielen Dank dafür!

Wie das nunmal so ist ergaben sich natürlich einige Probleme.
Eines hieß Corona. Diverse Anrufe bei den Ordnungsämtern der Städte Witten (mein Wohnort) und Bochum (standort meines Archivs) zeigten mir, dass beide Behörden nicht wussten, welche Reglungen es gab und wie diese anzuwenden seien. Jedes Gespräch widersprach dem vorherigen in vielen Punkten.

Das zweite Problem war, dass ich zwar Fahrzeuge mieten konnte, sie aber die benötigte Tonnage (immerhin waren es 1,5t Papier und drei Menschen plus Verpackungsmaterial) nur mit Anhänger fassen konnten. Keine der Auto-Verleih-Firmen konnte mir jedoch ein Fahrzeug mit Anhängerkupplung anbieten. Zum Glück habe ich einen guten Freund, Max Weyland, der bei der Firma MMT in Herne seine Ausbildung macht. Er schilderte dort mein Problem und sie stellten uns kostenlos einen ihrer Wagen zur Verfügung. 
–Vielen Dank dafür!
Ebenso kostenlos konnte ich einen Anhänger leihen.

Das dritte Problem war das des Platzes. 14.000 Dokumente muss man irgendwo lagern können. Mein Papierarchiv fasste bis da hin ca. 8.000 Dokumente und damit war der Raum voll, übervoll. Ich brauchte also mehr Platz. Der Bunker e.V. half mir schnell und unkompliziert, indem er mir einen größeren Raum vermietete und mich darüber hinaus noch weiter unterstützt.
–Vielen Dank dafür!
 
    
 
Vor der Abfahrt am Bunker zerlegten wir den Anhänger und luden ihn in den Wagen.  
 
Natürlich luden wir ihn auch voll mit leeren Kisten.    
 
 
Gegen 06:00 Uhr morgens abfahrbereit…    
 
 
Auf der Hinfahrt ging es uns (Mathias, Martin und Max, v. li. n. re.) noch gut…    
 
 
Die Spritpreise waren gelegentlich etwas astronomisch…   
 
 
Ausladen in Donaueschingen.    
 
 
 
So fanden wir das Archiv vor, bevor wir es einluden.    
 
 
Nach dem Einladen machte ich ein Bild von Rolf Catterfeld vor seinem Firmenschild.  
 
  
abfahrbereit…    
 
 
Und ein Bild vor dem Gebäude, indem das Archiv war. Herr Catterfeld lud uns nach dem Einladen auf Pizza und Getränke ein, die wir im Garten in sehr netter Atmosphäre mit ihm genossen.  
 
 
Der Wagen kam mit dem Gewicht die Berge zwar nicht so gut rauf, runter dafür aber um so besser. Der Himmel war streckenweise wunderschön. Insgesamt war es warm.  
 
 
Um 02:00 Uhr waren wir wieder zu Hause. Und fühlten uns halbtot! Immerhin hatten wir 1,5 Tonnen Papier eine Etage hoch (Keller) nach draußen und ins Auto geladen.  
 
 
Am nächsten Tag Ankunft am Bunker.
 
 
 
 
Vor dem Ausladen…    
 
 
Nach dem Ausladen.    
 
 
Die stolzen Helfer des Ausladens… (David, Mathias, Tobias und Martin, v. li. n. re.)    
 
…vor den Kisten im neuen Archiv (David, Mathias, Max und Martin, v. li. n. re.).    
 
Dann mußte ich den Raum streichen, die Elektrik erneuern, Netzwerk- und Telefonanschlüsse legen und schalten und auch noch Regale kaufen.
Ich bestellte also bei Bauhaus Blechregale. Eine Odyssee begann. Erst lieferte Bauhaus nicht, dann wußten sie nicht, welcher Frachtführer sie von ihnen übernahm, dann kamen (bei zugesicherten vier Werktagen Lieferzeit) eineinhalb Monate nach Bezahlung endlich die Regale. Informationen von Bauhaus beispielsweise wegen der Lieferverzögerung bekam ich keine. Nach der Lieferung konnte ich dann beginnen, die Regale zu montieren. Nun stehen in dem Raum 32 Regale, von denen die meisten acht Ebenen haben. Zusammen verfügen sie über 231 Böden, was 184,8 Regalmeter ergibt. 
 
Das erste Regal steht provisorisch. 
 
 
Ich probiere, ob man unter dem Regalboden gut stehen kann.
 
 
Der Raum ist gestrichen.    
 
 
Wir probieren, wie die Regale gestellt werden sollen.    
 
 
Tobias schraubt, die ersten fünf Regale stehen…    
 
 
…und vierzehn…    
 
 
Die Kartons sind noch nicht ausgepackt. In den langen Kartons befinden sich die Regale.   
 
 
Ein Blick durch die Tür, der das Fach für den kleinen Aktenwagen zeigt.    
 
 
Ab jetzt ist das Archiv von Rolf Catterfeld wieder zugänglich.    
 
 
Weiter gehen die Schubladen der Hängeregisterschränke nicht auf. Aber das sollte so gut sein.    
 
 
Im Fach neben der Tür steht der neue Kopierer, mit dem wir hoffentlich viel der Digitalisierungsarbeit schaffen.    
 
 
Das Archiv enthält nun auch meine Bestände.    
 
Mittlerweile ist der Umzug vollzogen und die Unterlagen sind wieder in NRW und werden mit meinem eigenen Archiv, das neben ca. 8000 Dokumenten in Papier- und ca. 450000 in digitaler Form auch Soft- und Firmware umfasst, verschmolzen.
Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist werde ich mich der Mammutaufgabe stellen die Dokumente, die "nur" in Papierform vorliegen weiter zu digitalisieren, um das Archiv zukunftsfähig zu machen und für alle auf meiner Webseite zum Download anbieten zu können.
 
Dazu stehen mir folgende Maschinen zur Verfügung:
HP ColorLaserjet 9500 MFP (Kopierer DIN A3, Farbe, Duplex)
Kyocera TASKalfa 2551ci (Kopierer DIN A3, Farbe, Duplex)
Colortrac SmartLF Cx40 (Scanner DIN A0, Farbe)
CZUR ET16 Plus (Buchscanner)
Apple MacMini Server 5,3
Apple MacMini 4,1
Apple MacBook Air 4,2
Apple MacBook Pro 11,5
Apple iMac 8,1
 
 
Der kleine Gang mit den Schränken ist auch voller…    
 
Der Hauptgang. 
 
Soooo, nun können wir mein Papierarchiv und das von Rolf Catterfeld neu sortieren und dabei miteinander verschmelzen. Der anstrengendste Teil der Arbeit ist erledigt.
 
Allein das Aufbauen der Regale dauerte fünf Tage. Das Einräumen bisher ebenso.
 
Nun wäre noch ein Raum für das Scannen toll, die großen Scanner und Kopierer nehmen schon eine Menge Platz ein, ebenso der Blockschneider, mit dem man ganze Buchblöcke schneiden kann.
 
Jetzt werden also alle Unterlagen neu sortiert und beide Archive zu einem verschmolzen. Dabei wird ein Katalog erstellt, damit man jede Unterlage schnell finden kann. Dieser enthält Angaben darüber, bei welchen baugleichen Geräten die Unterlage verwendet werden kann und welche Softwarestände abgedeckt werden. Auch darf das Datum der Veröffentlichung nicht fehlen.
   
Danach werden alle Unterlagen gescannt. Dies ist bis zur Größe DIN A 0 bei mir möglich. Auch Bücher können gescannt werden. Dazu zerlege ich, wenn möglich die Unterlagen, um sie automatisiert scannen zu können, danach werden sie wieder zusammengesetzt und die Dateien dann so nachbearbeitet, daß sie durchsuchbare PDF ergeben, da man meiner Meinung nach damit am sinnvollsten arbeiten kann. Eine Anleitung mit 100 Seiten fordert dabei ca. zwei Stunden Arbeit. Ein 100 seitiges Buch, daß man nicht zerlegen möchte, da es zu wertvoll ist, eher fünf Stunden.
 
 
 
Folgende Menschen (und Firmen/ Vereine) haben mich bisher dabei dankenswerter Weise unterstützt:
 
Angela Bardeck
Claus Bachmann
Jens Bürger
Abdoul Alim Djibrilla
Sabine Hansen
David Kampmann
Dirk Klaum
Elmar König
Christoph Lauter
Steph Mertens
Frank N.
Philip Pätzold
Thomas Prelovsek
Tobias Reif
Karl Riemenschneider
Elena Ronnacker
Ole Warrelmann
Max Weyland
Martin Zerbst
Der Bunker e. V.
Sammler- und Interessengemeinschaft für das historische Fernmeldewesen (SIG-Telefon)
MMT Veranstaltungstechnik GmbH
 
Ich danke Euch allen ganz herzlich! Ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen. So kann ich diesen kostbaren Schatz mit Dokumenten der letzten 100 Jahre an Unterlagen zum Thema Telefon erhalten!


 
 
 
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